Roman-Kostprobe Teil 1

Nun beginnt die heiße Phase des Geschenkedilemmas. Ihr sucht also mal wieder verzweifelt ein Geschenk für unten den Baum oder zum Verwichteln? Etwas, das dem Beschenkten ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Das Ganze aber bitte für maximal 20 Euro, bequem zu besorgen und auch für Männer leicht einzupacken? Nun, ich hätte da einen Vorschlag:
Wie wäre es mit meinem  frisch erschienenen Roman
„Meine Frau, ihr Mann und ich“?
Der kostet 17,99, ist bei Amazon
(oder in jeder Buchhandlung  ISBN 978-3-359-02478-1 )
bestellbar, dazu stabil rechteckig und daher leichtEULE_Guth_MeineFrauihrMannundich_Cover in Papier einzuschlagen.
Und ich wette mal darauf, dass es dem damit Bedachten nicht nur ein kurzes Auspack-Lächeln auf die Lippen zaubert, sondern über 350 Seiten lang immer wieder.  Wer nicht gern die Katze im Weihnachtssack kauft, kann hier in den nächsten Tagen ein Stück hineinlesen.
Heute das kurze Intro des Buches. Echte Literaten nennen das „Prolog“, aber da alle Kapitel des Buches mit bekannten Songzitaten betitelt sind, fand ich „Intro“ irgendwie stimmiger.

Intro
Über fünfzehn Jahre lang hat Heike das getan, was Frauen
wirklich gut können: ihren Ehemann verbiegen, sich ihn
zurechtkneten und irgendwie passend machen. In unscheinbaren
und jederzeit bekömmlichen Dosen infiltrieren
die Frauen uns Männer, ohne dass wir auch nur einen
Hauch davon mitbekommen. Mehr noch, sie agieren dabei
so geschickt, dass wir unsere Eigenmutation am Ende sogar
noch gut finden.
Ich war immer stolz, wenn Heike ihren Freundinnen erzählte,
was für einen modernen Mann sie doch hat, der sie
bekocht, für die Kinder da ist und im Haushalt mithilft. Und
es stimmte ja auch. Aus dem einst rebellischen Musiker-
Freigeist und Scirocco-fahrenden Vorstadtcasanova war ein
familienorientierter und herzenstreuer Frauenversteher mit
Minivan geworden.
»Du bist der einzige Mucker, den ich kenne, der auch
Gleichstellungsbeauftragter sein könnte«, hatte unser Gitarrist
Mark mal gesagt, als ich mich auf dem Weg zu einem
Auftritt aus purer Gewohnheit an der Autobahn zum Pinkeln
auf einen bemoosten Baumstumpf hockte.
Es war mir völlig egal, dass mich meine Mit-Musiker für
einen langweiligen Spießer hielten, denn ich hatte meinen
Platz an Heikes Seite gefunden und war meilenweit davon
entfernt, ihn jemals wieder zu verlassen. Alles war gut, so
wie es war. Jedenfalls bis zu jenem Abend, an dem ein muskelbepacktes
Testosteron-Terrorkommando in mein massiv gebautes
Beziehungshochhaus donnerte und mir meinen persönlichen
Nine-Eleven bescherte. Danach war nichts mehr
wie zuvor.

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